Brauchtum in Bayern entdecken - Rauhnachtszeit
Rauhnächte und Brauchtum in Bayern verstehen erleben begeistern

Regionale Rauhnächte- was ist das?


Für viele liegen die klassischen Rauhnächte zwischen den Jahreszeiten. Von der Christnacht beginnend, bis hin zur Dreikönigsnacht. Das es auch jahreszeitliche Rauhnächte gibt- so mancher hat davon noch nichts gehört. Je nach Region feiert man jedoch auch ausserhalb der Zwölfernächte besondere Tage und verbindet mit diesen so manches Brauchtum.


Die Andreasnacht und die Thomasnacht


Als Andreasnacht wird die Nacht zum 30.11. bezeichnet. Sie leitet sich ab vom Todestag des Heiligen Andreas, dem Schutzheiligen der Fischer, der Liebenden und des Ehestandes. Dem alten Glauben nach soll man in dieser Losnacht den zukünftigen Partner sehen und auch gewünschte Partner an sich binden können. Hierzu gibt es unterschiedliche Bräuche. Zum einen gibt es ein Andreasgebet, man kann den Tisch decken und sich den Partner herbei sehen oder aber man blickt in einen Spiegel/ Wasser und sieht darin den Zukünftigen. Diesen alte Bräuche finden teilweise auch Verwendung in den Märchen der Gebrüder Grimm.


Das Andreasverserl :

Heiliger Andreas, ich bitt' dich. Bettstatt, ich tritt dich, lass mir erscheinen den Herzallerliebsten mein!Andreas, gib mir doch nur einen Mann, und lass mich im Bild ihn sehn, ob er hässlich oder schön,ob er geistlich oder weltlich,ob er jung ist oder ältlich, ob es ein Junker, stolz und frei, ob er arm ist, doch fromm dabei. St. Andreas zeig' mir's an,ob und was ich erhoffen kann. St. Andreas, ich bitte Dich! Denk doch dieses Jahr an mich!



Autor Claudia Zink/ Bildquelle Pixabay.