Brauchtum in Bayern entdecken - Rauhnachtszeit
Rauhnächte und Brauchtum in Bayern verstehen erleben begeistern

Die Dreikönigsnacht


Die Dreikininoacht, wie man in Bayern sagt wird in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar begangen. Sie gilt seit jeher als die größte und schlimmste Rauhnacht. Sie ist das Ende der Zwölfernächte, ab heute endet quasi die Zeit der Wilden auf Erden. Wenig begeistert davon, nun die Erde wieder verlassen zu müssen, wüten heute  bösen Geister und Dämonen noch einmal mit aller Gewalt. Heute ist man gut beraten, dass Haus nach dem Abendläuten nicht mehr zu verlassen. Traditionell wird heute das ganze Haus gelüftet und danach geräuchert, man begeht den Tag in Stille und Andacht. Salz, Kreide und Weihrauch sind dabei seit jeher Begleiter aller Zeremonien und vielen heutge noch bekannt von der kirchlichen Vartiante des Dreikönigsgehens. Wer kirchlichen Glaubens ist, geht nach der Dreikönigsmesse nach Hause und räuchert dann mit geweihten Wasser, Kreide und Weihrauch den Wohnraum und auch die Stallungen aus.

Wer hingegen den alten heidnischen Brauch lebt und ehrt, der wird an diesen Tagen auch das Räuchern nicht vergessen. Aber zudem kleine Gaben vor die Türe stellen und den Tieren Brotkrumen geben. Man teilt mit den Tieren zusammen das Essen und ist sich dessen bewusst, dass auch sie Lebewesen sind. Andächtig begeht man diese Nacht, wohlweislich darauf bedacht, dass das wilde Heer nur darauf wartet, den einen oder anderen Menschen mitzureißen. Weil er eben ein böser, untriebiger Mensch ist. So mancher Ahne erzählt, dass auch in dieser Nacht so mancher vermeintlich Mutige von seinem Spaziergang in späten Stunden nicht nach Hause kam. Vielleicht ist daher so mancher gar nicht Zigaretten holen gegangen, sondern wurde von der Wilden Jagd entführt....wer weiß das schon. Die Rauhnächte bergen viel Unerklärliches. Doch muss man als Mensch wirklich immer als verstehen und mit Fakten beglegen. Brauchen wir nicht einfach alle ein bisschen mehr Unerklärliches?

Autor: Claudia Zink/ Bildquelle: Pixabay