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Bayrisches Rauhnachtsbrauchtum

Das Bärbele Brauchtum in Bayern : Bärbelespringen und Bärbelelauf


Am Tag der heiligen Barbara, welcher am 4. Dezember gefeiert wird, ziehen in vielen Allgäuer Orten unverheiratete Frauen "fesch" zusammen gerichtet mit Loavn und Lumpengewand durch die engen Gassen und Strassen. Es ist Ihr Tag, an dem sie mit dem Bärbelelauf,auch gerne Bärbele springen genannt, die Männer des Ortes mit Reisigruten heimsuchen dürfen. Wehe dem, welcher der schnellen Frauenscharr in die Arme läuft. Der darf sich über einige Hiebe mit der selbstgebundenen Reisigrute freuen. Vielleicht nimmt so mancher diese Hiebe auch gerne in Kauf, sagt man ihnen doch nach soe sollen die Fruchtbarkeit und die Lebensfreude erhöhen.  Oft werden die Reisigzweige davor noch gewässert, damit sie richtig "gscheid" brennen wenn sie auf stramme Männerwaden treffen. Ins Gesicht schlagen ist auch bei diesem Brauch natürlich verboten. Die Männer des Ortes gehen dabei den Frauen jedoch dennoch gerne aus dem Weg, was angesichts der lauten Glocken und Schellen welche am Lumpengewand baumeln, nicht allzu schwer erscheint. Laut scheppert es bei jedem Schritt, gickernd hört man die Bärbeles des Ortes ankommen.

Bekannt für diesen Brauch ist übrigens besonders die Region Sonthofen, wobei man auch in Franken einen ähnlichen Brauch zelebriert. Hier erfüllt er auch den Sinn, alles Unanständige, alles Unsaubere zu vertreiben. An Kinder und Mütter werden beim Bärbelespringen auch gerne kleine Gaben wie Nüsse oder süße Früchte verschenkt, sofern diese anstädnig zu Hause bleiben. Vor allem nach EInbruch der Dämmerung. Denn am Bärbeletag soll sich keiner nach Einbruch der Dunkelheit auf den Straßen aufhalten.