Unsere Bayerntour - Rauhnacht.bayern
Bayrisches Rauhnachtsbrauchtum

Rauhnachtszeit- Zeit voller Tradition und Brauchtum

Gerne möchten wir Ihnen auf Rauhnacht.bayern möglichst viele Brauchtümer vorstellen. Dazu haben wir unter der Rubrik "Verschiedenes" einiges zusammen gestellt, welches oftmals nur noch vereinzelt in kleinen Orten/ Landkreisen zur Rauhnachtszeit praktiziert wird. Manchmal werfen wir auf dieser Seite aufgrund der Liebe zum Brauchtum auch mal einen Blick über den bayrischen Tellerrand hinaus und zeigen was anderenorts in der kalten Jahreszeit geschieht. Denn natürlich ist das Rauhnachtsbrauchtum nicht nur auf Bayern reduziert. Wir wünschen viel Freude beim Lesen.


Anklopfnächte/ das Anklöpfeln: bei den Anklopfnächten ziehen Gruppen von Haus zu Haus, erbitten Einlass oder zumindest Gaben. Dieses Brauchtum erinnert an die Herbergssuche in Bethlehem. Oft praktiziert im Allgäu sowie auch in Tirol

Bettelweihnacht: bei der Bettelweihnacht ziehen schiach verkleidete Burschen bewaffnet mit Mistgabeln und Spaten von Haus zu Haus, klopfen an die Fenster und erhalten von den Hausbewohnern Schmalzgebäck oder auch Kartoffeln. Diese werden traditionell auf die Spitzen der mitgebrachten Gerätschaften gesteckt.

Chlauschlöpfen: ein Brauch aus der Schweiz, ähnlich dem bayrischen Goasslschnalzen. Hintergrund ist u.a. die Vertreibung von bösen Wintergeistern

Fest der unschuldigen Kinder: am 28.12. begeht man den Tag der unschuldigen Kinder, welcher an die zahlreichen Kinder erinnern sollte welche von König Herodes gemäß dem Matthäus Evangelium seinerseit in Bethlehem ermordet wurden. Dieser Gedenktag wird heutzutage vor allem zB. in der Steiermark, in Kärnten aber auch in Spanien begangen. Man sagt dazu auch gerne Schappenfest und viele Kinder erhalten kleine Geschenke.

Glöcklerlauf: beim Glöcklerlauf, der am 5. Januar vor allem im Salzkammergut stattfindet, ziehen Schönperchten durch die Straßen und vertreiben so die Wintergeister. Markantestes Merkmal sind die getragenen Glöcklerkappen, welche die Läufer auf dem Haupt tragen und welche man schon von weißen sieht aufgrund ihrer Größe

Glöcklerkrapfen: Glöcklerkrapfen sind ein Hefegebäck, entweder gefüllt wie ein Krapfen, oft werden aber auch klassische Küchl so genannt.

Heischelauf: als Heischelauf, als Heischebrauchtum bezeichnet man Bittgänge, bei denen man von Tür zu Tür und gegen Gesang/ Gedichte von den Hausbewohnern Gaben erhält.

Klausjagen/ Chlausjagen/ Küssnacht : ein Brauchtum, bei dem die sogenannten Klausjäger in weißen Gewand gekleidet am 5. Dezember durch die Straßen ziehen. Es gehört zum Nikolausbrauchtum und findet vor allem in der Schweiz statt . Man sagt dazu auch Küssnacht

Klopferstag/ Klopferllauf: beim Klopferlaufe, welches traditionell vor allem noch in Schwaben praktiziert wird ziehen Kinder von Haus zu Haus, klopfen an die Türe um den Hausbewohnern ein Verserl aufzusagen. Als Dank erhalten sie Süßwaren oder Obst und Nüsse. Der Klopferstag ist immer ein Donnerstag und erinnert an die frühere Rorate, welche einst in katholischen Regionen die Leute zur Frühmesse aufwecken sollte.

Neujahrsanblasen: im Bayrischen Wald, rund um die Region Zwiesel ziehen zum Jahreswechsel Musikgruppen von Haus zu Haus um so einen musikalischen Gruß zu verteilen. Man begrüßt sie traditionell mit einem Stamperl Bärwurz

Rummelpottlaufen: auch in Norddeutschland kennt man Rauhnachtstraditionen. Dort gehört das Rummelpottlaufen fest zu den Jahresbräuchen. Am Silvesternachmittag ziehen dort Kinder bemalt von Haus zu Haus und singen Lieder oder sagen Reime auf. Als Dank erhalten sie Süßwaren. Das besondere daran ist der Rummelpott, welcher an die Geräusche der Wilden Jagd erinnern soll. Heute wird der Rummelpott welcher ca. im 17 Jahrhundert das erste mal erwähnt wurde, oft durch Trommeln oder andere Instrumente ersetzt.

Weihnachtsschmuck: an einen klassischen Weihnachtsbaum in Bayern gehört natürlich vor allem das was einem selbst gefällt. Aber in manchen Regionen des herrlichen Landes müssen bestimmte Dinge unbedingt ebenfalls mit an den Baum. Dazu gehören z.B. im Berchtesgadener Raum lustig klingende Holzfiguren wie Fatschenkind oder Oarschpfeiferl, auch ein Schlitten, ein Stern und ein Radlbock, ein Pfeifenvogel/Steckvogel sowie ein Vogelhäuschen. All diese Dinge gehören unter den klassischen Baumschmuck gesetzt, denn sie erinnern an die alte Handwerkskunst in der Region, welche vor dem 12. Jahrhundert ein entscheidendes Merkmal für die Region Berchtesgaden war.

Texterstellung: Claudia Zink


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