RAUHNACHT.BAYERN
Die Rauhnachtszeit -bayrisches Brauchtum und Tradition

Die Nikolausnacht Buchautor und Heimatforscher Sepp Probst erzählt:

Die Nacht vom 5. auf den 6. Dezember ist im Bayerischen Wald als Nikolausnacht bekannt und ebenso als Rauhnacht. Am 6. Dezember wird des heiligen Nikolaus von Myra gedacht, in der Nacht zuvor geht er um und belohnt die braven Kinder oder bestraft die bösen.

Heutzutage gibt es Schokoladennikoläuse, Nüsse und allerlei andere Süßigkeiten für die Kinder, die ihnen vom heiligen Nikolaus gebracht werden. Früher gab es sowas nicht, falls man überhaupt was bekommen hat, dann waren das Kletzen (getrocknetes Obst) oder ein paar Nüsse. Seit dem 17. Jahrhundert hat der Nikolaus einen Begleiter, den Krampus, der mit seiner Rute die bösen Kinder bestraft. Davor war man der Meinung, dass beide getrennt voneinander gehen, der heilige Nikolaus kommt zu den braven Kinder und der Krampus, damals auch böser Nikolaus genannt, kommt zu den bösen Kindern.

So war es in dieser Nacht ratsam, dass man zu Haus bleibt, denn es konnte durchaus sein, dass man dem bösen Nikolaus über den Weg läuft.

Da der Krampus in dieser Nacht sein Unwesen trieb, wurde diese Nacht auch als Rauhnacht bezeichnet.