RAUHNACHT.BAYERN
Die Rauhnachtszeit -bayrisches Brauchtum und Tradition

Die Christnacht- auch eine Rauhnacht

Buchautor und Heimatforscher Sepp Probst erzählt:

Die Christnacht gilt als eine der größten Rauhnächte des Jahres, es ist die Nacht vom 24. auf den 25 Dezember.

In dieser Nacht feiern die Christen die Geburt des Heilands, des Erlösers der Menschheit. Mit dem Aufkommen des Christentums fielen die Kelten und Germanen von ihrem alten Glauben ab und wurden Christen. Die alten Götter verloren immer mehr von ihrer Einfluss und Macht auf die Menschen, so dass sie ihnen bald dafür zürnten. Besonders an dem Tag, wenn die Menschen die Geburt Jesu und somit den Beginn des Christentums feierten. Somit war und ist es nicht ratsam, sich in dieser Nacht nach dem Abendläuten aus dem Haus zu wagen. Die alten Götter gehen in dieser Rauhnacht als wilde Dämonen um und wollen sich für den Glaubensabfall rächen.

Aus heutiger Sicht ist es ebenfalls ein besonderes Datum: Ab hier fängt der Tag wieder zu wachsen an, das Licht hat über die Dunkelheit gesiegt. Vielleicht sind deshalb die Wesen der Nacht zu dieser Zeit besonders aufgebracht und versuchen sich für den verlorenen Kampf an denen zu rächen, die sie in dieser Nacht erwischen.

Aus der Sicht der katholischen Kirche sollte jeder Christenmensch in dieser Nacht die Christmette besuchen und dann andächtig der Geburt Jesu gedenken. In dieser Nacht sollte man nicht zum Spaß unterwegs sein.