RAUHNACHT.BAYERN
Die Rauhnachtszeit -bayrisches Brauchtum und Tradition

Das Krampusbrauchtum- warum es dazu gehört und was es damit auf sich hat

Die Rauhnachtszeit- jedes Jahr beginnt sie in der Vorweihnachtszeit mit zahlreichen Krampusläufen in ganz Bayern und Österreich. Hier trifft man sie. die Deifln, die Hexen, die Krampusse. Die Wilden, die Schaurigen. Man sagt der Krampus ist das Schlimmste was einem in der Winterzeit wideerfahren kann und wer einmal die furchteinflössenden Masken gesehen hat, der wird dem zustimmen. Allerdings tut der Krampus nur seine Pflicht. Denn seit jeher ist er der Wilde, der den Heiligen Nikolaus begleitet, ihn beschützt und sich um die Bösen kümmert. Zu einem traditionellen Krampuspass gehört dabei der Nikolaus, ein oder mehrere Krampusse, ein Korbträger sowie die lieblichen Engeln. Oft sieht man im Krampusgefolge auch Hexen umherwuseln, die den Weg kehren oder sich um den Krampus scharren. Wer genau aufschaut, dem wird übrigens auffallen das eine echte Krampusgruppe immer aus 4 oder mehr als 6 Krampussen besteht. Denn niemals darf ein Krampuspass zu fünft in Erscheinung treten. Sind die Kramperl zu 5t unterwegs wird sich ein sechster dazu gesellen. Dieser ist der Teufel selbst, denn unter den Masken erkennt man ihn nicht und er kann sich sogar noch im Schutze des Heiligen Zugang zu allen Häusern verschaffen.

Je nach Region sieht das Bild des Krampuspass übrigens steht  ein wenig anders aus. Dies rührt daher das die Rauhnachtszeit seit jeher unterschiedlich interpretiert wird und sich auch weiter entwickelt bzw. von den zahlreichen Vereinen und Gruppen anders umgesetzt wird. Die Tradition sieht jedoch vor, dass die Krampuszeit bis zum 20. 12. geht, ab dann übernehmen die Perchten.